Produktbeschreibung

TOK®-MELT N1 ist eine elastische Heißvergussmasse auf Basis polymermodifizierten Bitumens.

Produktbeschreibung
Mit TOK®-MELT N1 Fugenvergussmasse werden waagerechte und schwach geneigte Fugen in überwiegend nicht bzw. kaum befahrenen Verkehrsflächen aus Beton und
Asphalt vergossen. Die Vergussmasse ist insbesondere für Fugen im Brückenbau zwischen Brückenkappe und Fahrbahnbelag geeignet.

Verarbeitung
Alle Arbeiten müssen gemäß den aktuellen ZTV Fug-StB ausgeführt werden.

Vergusstiefe Für Heißvergussmassen sollte die Vergusstiefe das 1,5-fache der Fugenbreite, mindestens jedoch 12 mm betragen.
Vorbedingungen Die für Verguss- und Untergussarbeitenvorgesehene Verkehrsfläche ist während der Durchführung der Arbeiten

vom Verkehr frei zu halten. Die Arbeiten dürfen nur bei trockener Witterung und einer Oberflächentemperatur des Bauteils

von > 5 °C ausgeführt werden. Bei Temperaturen zwischen 2 °C und 5°C können die Arbeiten fortgesetzt werden, wenn entsprechende
Zusatzmaßnahmen festgelegt worden sind. Der Untergrund muss trocken sein. Betonmuss mindestens 14 Tage alt sein.
Die Fugenflanken müssen staubfrei sein und dürfen keine als Trennmittel wirkenden Substanzen enthalten.
Vorbereitung der Fugenspalte Sofern eine Fugenfüllung vorhanden ist, ist diese bis auf die vereinbarte Vergusstiefe
unter Schonung der Fugenflanken zu entfernen. Reste anhaftender Fugenmasse beeinträchtigen i.d.R. die Haltbarkeit der
neuen Fugenfüllung nicht, sofern keine Unverträglichkeit gegeben ist. Zum Reinigen sollte eine Bürstmaschine o.ä. verwendet
werden. Für eine ggf. notwendige künstliche Trocknung oder Vorwärmung des Füllraumes sollten mit Druck arbeitende Heißluftgeräte
verwendet werden.
Einbau der Unterfüllung/Voranstrich Der Unterfüllstoff ist ohne Beschädigung so tief einzubauen, dass die erforderliche
Vergusstiefe erreicht werden kann. Der Voranstrich TOK®-Primer S wird entweder mit Pinsel oder Sprühgerät aufgetragen und muss die Flanken des
Füllraumes filmbildend vollständig bedecken. Auf der Unterfüllung darf sich keine überschüssige Flüssigkeit ansammeln.
Deshalb sollte zuerst der Voranstrich eingebracht werden und nach dem Ablüften des Voranstrichs das Hinterfüllprofil.

Der Voranstrich muss vor dem Einbringen der Fugenmasse vollständig durchgetrocknet sein. Die Trocknungszeit ist von den
klimatischen Bedingungen abhängig und beträgt zwischen 30 Minuten und dem Mehrfachen dieser Zeit. Bei längerer
Wartezeit zwischen Voranstrich und Verguss sollten Fugen evtl. nochmals einer Feinreinigung unterzogen werden.
Die Verwendung von TOK®-Primer S wird generell empfohlen.

Aufschmelzen Das Aufschmelzen der Vergussmasse muss in einem doppelwandigen Schmelzkessel mit Rührwerk,

Abdeckung und indirekter Heizungseinrichtung erfolgen. Hierbei muss der Aufheizvorgang langsam (=schonend)
erfolgen, wobei die erste Füllung etwa 1/3 des Gesamtvolumens betragen sollte. Danach kann der flüssigen Masse weiteres Material
zugegeben werden. Die Aufschmelztemperatur ist unter stetigem Rühren einzuhalten. Hierbei ist darauf zu achten, dass die angegebene Vergieß- bzw.
Verarbeitungstemperatur an keiner Stelle überschritten wird, da es zur Entmischung bzw. Zersetzung der Vergussmasse kommen
kann. Das Material kann hierdurch unbrauchbar werden und erreicht dann ggf. nicht mehr die erforderlichen Eigenschaften.
Ist die Verarbeitung der Masse am gleichen Tag nicht möglich, sollte der Kessel vollständig entleert werden.

Erkaltete TOK®- MELT N1 Masse darf maximal zweimal aufgeschmolzen werden.
Fugenverguss Vergussmaschinen für den Heißverguss sollten eine Förderpumpe haben. I.d.R. wird der Fugenfüllraum maschinell in einem
Arbeitsgang verfüllt werden. Je nach Füllquerschnitt kann auch in zwei Arbeitsgängen vergossen werden, wobei dieOberfläche der ersten Schicht

nicht verschmutzt sein darf. Handverguss kann in Ausnahmefällen durchgeführt werden, wenn es sich um schwer zugängliche Bauwerksteile
oder geringe Reste der Gesamtleistung handelt.
Die Fugen sind ohne Lufteinschlüsse zu füllen. Überstände sind abzustoßen, wobei die Haftung an den Fugenflanken nicht beeinträchtigt werden sollte.

Überschüssiges Material sollte nicht im gehärteten Zustand entfernt werden.